Wiener Klassik Konzert Spielzeit 2016/2017 Werke von Weber, Bruch und Brahms

  • 29.03.2017 - Kongresszentrum Karlsruhe / Stadthalle, Brahmssaal Wiener Klassik Konzert Spielzeit 2016/2017
    Öffnungszeiten/Einlass
    Öffnung Foyer: 18:30 Uhr Einführung: 19:05 Uhr Beginn: 20:00 Uhr
    Veranstalter
    Klassische Philharmonie Bonn e.V.
    Webadresse
    www.klassische-philharmonie-bonn.de

Großer Saisonabschluss der "Wiener-Klassik"-Reihe

Die Klassische Philharmonie Bonn spielt Brahms, Bruch und von Weber

Die Klassische Philharmonie Bonn spielt am 29. März im Johannes-Brahms-Saal der Stadthalle ihr letztes Konzert der Spielzeit 2016/17. Zum Saisonabschluss ihrer traditionsreichen "Wiener-Klassik"-Reihe wartet das Orchester um Dirigent Heribert Beissel mit einem fein abgestimmten Programm auf, das in Brahms 3. Sinfonie mündet. Eine unterhaltsame Konzerteinführung findet vorab um 19.15 Uhr statt, das Konzert selbst beginnt um 20.00 Uhr.

Es wird eröffnet mit von Webers Ouvertüre zu „Oberon“. Obgleich dessen „Freischütz“ sicherlich sein renommiertestes Werk darstellt, ist diese Ouvertüre ebenfalls  schnell zu einem Liebling des Konzertpublikums geworden. Sie ist für sich gestellt ein virtuoses Orchesterwerk, das auch ohne Opernbühne seinen glänzenden Weg gemacht hat.

Es folgt Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26: das Werk mit dem schönsten Adagio der Violinliteratur. Tiefe Innerlichkeit veredelt den 2. Satz. Futter für die Virtuosen enthält der 3. Satz in Fülle und entscheidet so den Erfolg dieses Stückes. Als Solistin fungiert die mit zahlreichen Auszeichnungen bedachte Musikprofessorin und Konzertmeisterin Ervis Gega.

Das Konzert schließt mit Brahms Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90, die der Meister im Zenit seines Schaffens verfasste: Ein stolzes Thema mit Ecken und Kanten beherrscht den 1. Satz. Lieblich ist der Charakter des Seitenthemas. Der 2. Satz zeigt ein schlichtes, anrührendes Grundthema. Abweichend von den Gewohnheiten der meisten Komponisten, den 3. Satz als Gegensatz zum 2. zu betrachten, lässt Brahms ihn melancholisch enden. Aus einer eigenen Welt mit Schmerz lässt Brahms den 4. Satz zart ausklingen.

Eintrittskarten für dieses Abschlusskonzert sind an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Abendkasse öffnet um 18.45 Uhr. Das erste Konzert der Spielsaison 2017/18 findet am 17.10. statt. Ergänzende Informationen unter www.Klassische-Philharmonie-Bonn.de.

Wiener Klassik Konzert Spielzeit 2016/2017 Werke von Weber, Bruch und Brahms am 29.03.2017 im Brahmssaal der Stadthalle Karlsruhezoom
Wiener Klassik Konzert Spielzeit 2016/2017 Werke von Weber, Bruch und Brahms am 29.03.2017 im Brahmssaal der Stadthalle Karlsruhezoom
 

VITA Ervis Gega (Violine)

Solistin beim Konzert der Klassischen Philharmonie Bonn

Ervis Gega stammt aus einer bekannten albanischen Musikerfamilie und erhielt dort als Kind ihren ersten Geigenunterricht. Im Alter von acht Jahren hatte sie bereits ihren ersten öffentlichen Auftritt mit dem Violinkonzert e-Moll von Felix Mendelssohn. Sie ist Meisterschülerin von Prof. Yfrah Neaman, in dessen Meisterklasse sie 1990-1993 am Peter Cornelius Konservatorium in Mainz studierte. Anschließend setzte sie ihr Studium bis 1999 in seiner Solistenklasse an der Guildhall School of Music and Drama in London fort. Im Juni 1996 erlangte sie dort das Concert Recital Diploma (Premier Prix). Im gleichen Jahr wurde ihr Talent vom London Symphony Orchestra erkannt. Dieses Orchester nahm sie bis 1998 in ihrer Formation auf.

Ihr Talent und ihre musikalische Reife hoben sie früh vor den Stipendiaten der Akademie der Kammermusik Villa Musica in Mainz hervor. Im Alter von 19 Jahren stellte ihr diese Akademie eine Violine von Petrus Guarnerius für die Dauer ihres Studiums in London zur Verfügung. Als Kammermusikerin arbeitete Ervis Gega u. a. mit Thomas Brandis, Martin Ostertag und Reiner Kussmaulzusammen. 2006 wurde sie die jüngste Dozentin in der Geschichte der Villa Musica.

Ervis Gega gewann zahlreiche internationale Musikpreise und Anerkennungen. Sie ist Preisträgerin des International Yfrah Neaman Violinwettbewerbs in Deutschland, der Emily English Award, der Ian Fleming Award, des Pecsai Price (sämtlich London) sowie Preisträgerin der 7. Havershill Sinfonia Soloist Competition.

Als Meisterschülerin ihres Professors Yfrah Neaman war ihr Weg gekennzeichnet, sodass sie seit 2002 ihre eigene Klasse am Peter Cornelius Konservatorium sowie eine weitere Klasse an der Musikhochschule Mainz innehat. Sie leitet außerdem Meisterkurse u. a. bei der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz, bei der Villa Musica und ist Dozentin beim Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz. Seit mehreren Jahren ist sie auch Konzertmeisterin der Klassischen Philharmonie Bonn.

2000 gründete Ervis Gega mit Silke Aichhorn das Spohr-Duo (Violine und Harfe). Dieses Duo wurde 2001 mit dem Kulturförderpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. 2004 gründete sie das Rheinische Kammerensemble Mainz. Das Repertoire umfaßt Werke vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Als Solistin trat Ervis Gega u. a. mit den Violinkonzerten von Mendelssohn, Paganini, Tschaikowsky, Brahms, Saint-Saëns, Mozart, Kraus und Bach mit verschiedensten Orchestern in Europa (Deutschland, England, Italien) und auf anderen Kontinenten (Südamerika, Südafrika) auf.

Ihre Diskographie umfaßt die Sinfonia con violino obligato von Joseph Martin Kraus mit dem Mainzer Kammerorchester und die erste Spohr-Duo CD (Violine und Harfe). Außerdem liegen eine Einspielung der Carmen Fantasy von Franz Waxmann, det Paganini-Capricen und einer Mozart-Sonate vor sowie eine CD mit Kammermusikwerken von Hans Werner Henze mit dem Ensemble Villa Musica.

Ervis Gega wird von der Fachpresse als „geigentechnisches Genie“ und „musikalischer Vulkan“ gepriesen. Neben ihrer starken Ausdruckskraft wird ihre „Anmut und Eleganz“ beim Geigenspiel hervorgehoben, die eine „mediterrane Sinnlichkeit mit natürlicher, höchster Virtuosität“ verbindet. Die weltbekannte Fachzeitschrift STRAD nannte sie „ein Talent der Seltenheit“. Porträtsendungen wurden u. a. von den Sendern ARD und ZDF ausgestrahlt, weitere Konzertaufnahmen von SWF, HR, NDR und WDR liegen vor.

2008 wurde sie vom Staatspräsidenten Albaniens, Bamir Topi, mit dem Titel „Botschafterin der Nation“ ausgezeichnet. Seit Dezember 2013 ist sie Professorin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.


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