EUNIQUE setzt mit Sonderschau „Just Wood“ Fokus auf Holzgestaltung

24.05.2016


Holz mal anders – als Brille oder Textil

EUNIQUE setzt mit Sonderschau „Just Wood“ Fokus auf Holzgestaltung - Holz mal anders – als Brille oder Textil

Ob glänzender Bodenbelag, rustikale Sitzbank oder filigranes Schmuckstück – Holz begegnet uns in wechselnder Gestalt. Das verbindende Element der unterschiedlichen Objekte sind die starken Sinneseindrücke, die sie hinterlassen: Das leise Knistern, das feine Relief der Maserung, der warme Geruch.

Holz in seinen unterschiedlichsten Facetten präsentieren die 20 Gestalter der Sonderschau „Just Wood“. Ein Blick auf die Objekte zeigt: Auch heute noch entdecken Holzgestalter neue, bisher verborgene Eigenschaften des organischen Materials und stellen sie heraus. Zum Beispiel Textildesignerin Elisa Strozyk, die Holz mit stofflichen Qualitäten geschaffen hat. Kuratorin Karin Bille: „Die Kunst der Holzgestaltung liegt nicht zu allererst in der Verarbeitung, sondern darin, das Holz lesen zu können.“

Die Sonderschau „Just Wood“ ist Teil der EUNIQUE, Messe für Angewandte Kunst & Design (3. bis 5. Juni), in den Messehallen Karlsruhe.

EUNIQUE – die einzige jurierte Messe Europas für Unikate

Von fein gearbeitetem Schmuck über individuell geschneiderte Mode bis hin zu liebevoll bis ins Detail gestaltete Möbel und Wohnaccessoires – die EUNIQUE ist die einzige jurierte Messe Europas im Unikat- und Kleinserienbereich. Die Ausstellungsstücke überraschen im Umgang mit Material und Form und spielen mit der Spannung zwischen freier Kunst und Gebrauchsgegenständen. 

„LOFT – Das Designkaufhaus“ ergänzt EUNIQUE

Parallel zur EUNIQUE zeigen Design-Professionals, Labels, Newcomer und Hochschulen auf der LOFT - Das Designkaufhaus junges und innovatives Design in höheren Stückzahlen. Insgesamt über 330 Aussteller präsentieren auf EUNIQUE und LOFT ihre Objekte. 

Holzobjekte von massiv bis filigran – eine Auswahl von „Just Wood“
Alle Bildmotive finden Sie zum Download auf der Webseite der EUNIQUE im Bereich Presse-Service.

Textile Materialien aus Holz

Die Decke wirft sich in Falten – für Textilien ganz typisch. Doch das Material, aus dem das Stück gefertigt ist, überrascht: Die Berliner Textildesignerin Elisa Strozyk hat eine neue Kombination entwickelt – halb Holz, halb Textil. Ihre Teppiche, Stoffe, Decken und Lampen sind starr und beweglich zugleich. Das Konzept: Furnier wird mit dem Laser in Stücke geschnitten und auf einem textilen Träger zu einer Fläche zusammengefügt. Für ihre „Wooden Textiles“ wurde Strozyk mit Preisen überhäuft: Unter anderem erhielt die Designerin (1982 geboren) den  Nachwuchs-Designpreis der Bundesrepublik Deutschland, den Bayerischen Staatspreis für Gestaltung und den „Salone Satellite Award“ der Möbelmesse in Mailand.

Baumstamm mit Kettensägen-Spuren – Holz in massiver Form

Lennart Lohmann (Hannover) bearbeitet Baumstämme aus Schadholz mit der Kettensäge, fertigt aus ihnen Sitzbänke – zeigt damit Holz in seiner massiven Form. Lohmanns Intention: Seine Stücke sollen die Lebensgeschichte des Holzes erzählen. Ursprünglich gewachsene Formen und Werkspuren lässt der Künstler deshalb bewusst stehen.

Brillen in Light-Version – Holz in filigraner Form

Leichtigkeit und Wärme – das zeichnet Holzbrillen aus. Der Erfurter Designer Andreas Licht kommt ursprünglich aus dem Möbel- und Holzfahrradbau und stellte 2004 seine erste Brillenkollektion unter dem Namen „Herrlicht“ vor. Das Besondere an Lichts Brillen: Für die Herstellung verwendet er ausschließlich heimische Hölzer wie Ahorn, Kirsche oder Räuchereiche – sogar für das Scharnier.

Große Fläche für Holz mit minimalistischer Wirkung  

Für seinen Wäscheschrank aus Weißtanne wurde Tischlergeselle Franz Sommer (Breitscheid-Siebenmorgen, Westerwald) mehrfach ausgezeichnet (Sieger beim bundesweiten Wettbewerb „Die gute Form 2015, Sonderpreis für Massivholz, Deutsche Holz- und Sägeindustrie). Einer der Aspekte: Die geseifte Oberfläche unterstütze die einfache und reine Ausstrahlung des Holzes. „Bei allem Minimalismus ein sinnliches Möbel.“ (Juryurteil „Die gute Form“). Kuratorin Bille: „Die Weißtanne ist ein Holz mit geradliniger Maserung und kommt besonders bei großflächigem Einsatz optimal zur Wirkung.“

Ahornflügel, die vom Himmel fallen – Poesie aus Holz

Aus Birnholzstücken und Anglerleine hat Designerin Annamaria Leiste (München) die Kette mit dem Titel „traumgekrönt“ geschaffen. Leiste sieht Schmuckpotenzial in Dingen, denen andere dieses eher absprechen. Einfache Materialien wirken durch ihre Bearbeitung kostbar – werden zu Poesie. So wie die Holzglieder der Kette, die an Ahornflügel erinnern, die vom Himmel fallen. Auch Abfallmaterialien nimmt sich Leiste an – umhüllt  Igelnadeln und kleine Tierknochen mit Glasampullen, verarbeitet Fischschuppen zu Ketten und Ohrringen.

„Lebendige Mitbewohner“ aus ursprünglichem Holz

Die Möbel von Dietmar Weihrauch (Bielefeld) sind geprägt durch Eindrücke von Naturlandschaften auf Reisen oder Streifzügen durch die Wälder seiner Heimat. Entsprechend belässt Weihrauch Hölzer auch in ihrer ursprünglichen Optik. Das Besondere: Der Designer hat sich auf Schränke spezialisiert, die er durch seine Gestaltung personifiziert. Weihrauch: „Mein Ziel ist es, Objekte zu schaffen, die den Raum bewohnen. Mich fasziniert es, einen Körper zu schaffen, der Dinge seines Besitzers ,bewahrt‘ ohne seine eigene Persönlichkeit einzubüßen.“

Weitere Highlights auf EUNIQUE und LOFT

Auch Partnerland Slowenien und EUNIQUE-Aussteller rücken Holz in den Fokus

Holz spielt auch auf der Sonderschau von Slowenien, dem diesjährigen Partnerland der EUNIQUE, eine Hauptrolle. Unter dem Titel "WE sLOVEnia DESIGN" geben die Ausstellungsmacher einen Überblick über aktuelle Tendenzen der Gestaltung des osteuropäischen Landes: Traditionelle Techniken und die Verwendung natürlicher Materialien übersetzen die Gestalter in zeitgenössisches Design.  

Reduziert auf das Wesentliche sind die gedrechselten Schalen von Elke Hirsch, die in ihrer Manufaktur WOODEN HEART (Bruchsal) entstehen. Die minimalistischen Formen lenken die ganze Aufmerksamkeit auf die feinen Strukturen der Gefäße: die Jahresringe, die geheimnisvoll durch den transparenten Lack schimmern. 

Design aus Recycling-Material

Rest- und Abfallmaterial als Ressource für Design-Objekte – das eint die Objekte, die beim Deutschen RecyclingDesignpreis ausgezeichnet werden. Udo Holtkamp, Vorstand der RecyclingBörse (Herford), die den Wettbewerb ausrichtet: „Wir rufen Designer auf, den verborgenen Sinn weggeworfener Dinge zu entdecken und Rest- sowie Abfallmaterialien als Ressource für neue Produkte zu nutzen.“ Die Gewinner-Objekte des Wettbewerbs 2015 werden jetzt auf der LOFT – Das Designkaufhaus (3. bis 5. Juni) in den Karlsruher Messehallen gezeigt.

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Holzbrille von Andreas Licht (Foto: Jens Hartwig)

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Holzdecke "reflecting black" von Elisa Strozyk (Foto: STUDIO BEEN)

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Kontakt

Beate Maisch

Beate Maisch

Pressereferentin
T +49 721 3720-2307
F +49 721 3720-99-2307
E beate.maisch@messe-karlsruhe.de

 

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