Rekordverkäufe und kenntnisreiches Publikum auf der art KARLSRUHE 2016

21.02.2016


Messe-Chefin Britta Wirtz: „Wir spielen in der ersten Liga internationaler Kunstmessen“

Rekordverkäufe und kenntnisreiches Publikum auf der art KARLSRUHE 2016 - Messe-Chefin Britta Wirtz: „Wir spielen in der ersten Liga internationaler Kunstmessen“

Karlsruhe, 21.2.2016 - Die 13. art KARLSRUHE schloss am Sonntag mit einer stattlichen Erfolgsbilanz. Vom 17. bis 21. Februar strömten 50.000 zunehmend internationale Besucher in die Hallen der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK). Britta Wirtz, Geschäftsführerin der KMK: „Wir haben einen starken Standort mit starken Anbietern geformt, der international ausstrahlt. Mit der art KARLSRUHE spielen wir in der ersten Liga internationaler Kunstmessen.“

Mehrere Aussteller meldeten Rekorde, darunter die Stuttgarter Galerie Fuchs, die gleich zwei Hängungen von Jochen Hein verkaufte und neben weiteren Werken eine große Leinwand von Rainer Fetting vermittelte. Hubertus Hoffschild aus Lübeck konnte in kürzester Zeit seinen gesamten Stand, den er Friedel Anderson gewidmet hatte, an Kunstliebhaber veräußern. Bei seiner fünften Messe gewann er Interessenten für 16 Bilder. Andreas Binder, München: „Das war unsere erfolgreichste art KARLSRUHE. Wir haben sämtliche Arbeiten von Anna Krammig, eine frühe Baselitz-Grafik sowie ein größeres Werk von Jan Davidoff verkauft.“ Geschäftsführerin Britta Wirtz: „Die Ausgaben für Kunstkäufe haben sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt.“

Das Publikum ist im Wandel. Es kommen Kunstkäufer aus vielen Generationen. Bert Schlichtenmaier, Grafenau: „Es ist sehr schön zu sehen, dass die Besucherstruktur signifikant schon bei 20 Jahren aufwärts beginnt. Das ist gut für die art KARLSRUHE. Zu uns kam ein gebildetes Publikum aus Bremen, Hamburg, Köln oder aus Hessen. Wir haben ordentlich verkauft und sind sehr zufrieden. Die Preise rangierten bis knapp unter 50 000 Euro.“  Brigitte March, Stuttgart, die nach einer Pause wieder in Karlsruhe dabei ist, zieht das Fazit: „Hier kommen wirklich unglaublich gute Kunstkenner, und es gab museale Interessen an den Werken von Lawrence Weiner.“

Erstmals vertretene Galerien ziehen eine positive Bilanz

Thomas Riegger, Galerie Meyer Riegger (Karlsruhe/Berlin) bilanziert:  „Die Resonanz ist gut. Wir sind zufrieden mit unserem Umsatz und konnten neue Kontakte gewinnen.“ Darunter auch ein Karlsruher Sammler, der bei einer  Arbeit von Franz Ackermann zugriff. Kirsten Floss und Michael Schultz aus Köln, die auf nichtgegenständliche Kunst spezialisiert sind, machten der Messe ein großes Kompliment: „Wir sind absolut begeistert. Die Organisation ist einfach großartig. Sechs ‚Monochrome Arbeiten‘ von Rolf Rose fanden ein neues Zuhause.“ Guido Zehetbauer-Salzer, zs art Galerie, Wien: „Unsere Verkäufe gingen an Privatkunden, die sich über die erstandenen Werke richtig freuten und die Kunst nicht als finanzielles Investment betrachten, sondern als ideellen Wert.“

Stammaussteller ebenfalls hochzufrieden

Galerien, die quasi zur Stamm-Ausstellerschaft  gehören, meldeten ebenfalls gute Umsätze. Carsta Zellermayer, Berlin, die stets mit Bernard Schultze nach Karlsruhe kommt, bestätigt: „Wir konnten Werke ab 5000 Euro aufwärts verkaufen. Die Leidenschaft der Sammler scheint ungebrochen.“ Rainer M. Ludorff, Düsseldorf: „Wir haben eine Plastik von Katharina Grosse vermittelt, aber auch Werke von K.O. Götz, Max Pechstein und Jerry Zeniuk. Das Publikum zeigte Interesse an unserem ganzen Programm.“ Volker Jescheck, Smudajescheck, (Ulm/München): „Break-even kann ich nur sagen. Am Schönsten ist es, wenn wir sehen, dass die jungen Talente erfolgreich sind. Das ist für uns die bislang beste Messe.“ Fazit des Messe-Kurators Ewald Karl Schrade: „Wir bieten vielen jungen Künstlern an den Tagen der Messe ein gigantisches Publikum und zeigen, wie das Sammeln und der Kunsthandel die Kunst und Kultur fördern.“

Vielfältige künstlerische Positionen auf der art KARLSRUHE erlebbar

Auf dem Skulpturenplatz der Galerie Tammen & Partner aus Berlin dominierte die Farbe. Rostüberzogener Stahl war gestern. Herbert Mehler, Jahrgang 1949, hat nachgelegt und ist zur Farbe zurückgekehrt. Die Arbeiten sind zwar immer noch aus Corten-Stahl. Doch in neun Schichten sind sie lackiert. „Obwohl es Stahl ist, soll es wie Keramik wirken“, beschreibt es Mehler selbst.

Anders die Medien: Ganz aus dem Leben sind die Fotografien des ungarischen Dokumentaristen Péter Korniss. Seine Reputation ist in Amerika unbestritten. Für den deutschsprachigen Raum lieferte die Budapester Várfok Galéria die Anregung, als Sammler einzusteigen. Seine wunderbare Langzeitreportage über den „Gastarbeiter“, den er acht Jahre in seinem Leben begleitete, ist ein Stück Bild gewordene Geschichte. Fotografie auf höchstem Niveau präsentierte zudem die In Focus-Galerie aus Köln mit Fotos von Thomas Kellner: Schwarzweiße Montagen einzelner Sequenzen eines Kontaktbogens, die multiperspektivisch architektonische Monumente abbilden.

Hannspeter Kunz bei ABTART, Stuttgart, offerierte  den Zauber der japanischen Holzschnittkunst aus dem 19. Jahrhundert bis zu deren Einflüsse auf Künstler von heute: „An unserem Stand ging es zeitweise zu wie im Bienenhaus. Die Seltenheit des Sujets weckt Neugierde. Von den Grafiken unter 1000 Euro kaufen unsere Kunden oft mehrere gleichzeitig.“

Sonderschauen privater Sammler faszinieren

Passgenau bereicherten die beiden privaten Sonderausstellungen das Konzept der art KARLSRUHE. Das Werk von André Evard, der ein Weggefährte von Le Corbusier war, erreichte das begeisterte Publikum mit seinen ungegenständlichen, konstruktiven Werken aus der Sammlung der Messmer Foundation in der dm-arena. Museal auf Spitzenebene präsentierte sich das Kirchner Museum Davos mit einer besonderen visuellen Dreingabe in Halle 1. Das fotografische Werk des expressionistischen Meisters ließ sich mit seinen malerischen oder grafischen Arbeiten in Verbindung setzen. Das passe, meinte Direktor Dr. Thorsten Sadowsky, genau auf die Messe: „Wir sind ein Museum, das sich dem Kunsthandel verdankt. Deswegen ist es von Bedeutung für uns, an der art KARLSRUHE teilzunehmen. Somit schließt sich ein Kreis. Abgesehen davon ist es ein sehr guter Marketing-Effekt. Und die Rückmeldungen hier sind sehr positiv.“

ARTIMA art meeting – Diskussion zum Thema „Kulturgutschutz“

Über die Novellen zum Kulturgutschutzgesetz diskutierten die Teilnehmer aus Regierung, Handel und Museum an den beiden Tagen des ARTIMA art meetings. Außerdem wurde zum neunten Mal der art KARLSRUHE-Preis des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe verliehen. Er ging in diesem Jahr an die One-Artist-Show von Werner Schmidt, eingerichtet von der Galerie Werner Wohlhüter. Den 9. Hans Platschek Preis für Wort und Schrift nahm Justin Almquist entgegen.

Die nächste art KARLSRUHE öffnet vom 16. bis 19. Februar 2017 ihre Tore.

Kontakt

Beate Maisch

Beate Maisch

Pressereferentin
T +49 721 3720-2307
F +49 721 3720-99-2307
E beate.maisch@messe-karlsruhe.de

 

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