Über 1000 Teilnehmer bei erstem EST-Kongress und öffentlichem Vortrag / Internationale Referenten und Gäste aus 35 Ländern

22.05.2015


Daimler-Chef Zetsche: „Das Auto der Zukunft ist emissionsfrei und fahrerlos“

Über 1000 Teilnehmer bei erstem EST-Kongress und öffentlichem Vortrag / Internationale Referenten und Gäste aus 35 Ländern: Daimler-Chef Zetsche: „Das Auto der Zukunft ist emissionsfrei und fahrerlos“

Erfolgreiche Premiere für den Kongress Energy, Science, Technology (EST) 2015, den großen Energiekongress für Wissenschaft und Technologie (20. bis 22 Mai): Drei Tage lang tauschten sich im Karlsruher Kongresszentrum 600 Teilnehmer aus dem Energiebereich über die Themen Erneuerbare Energien, Energie-Effizienz und Systeme, Speicher und Netze aus. Ein Highlight der Veranstaltung: Bei einem öffentlichen Vortrag im vollbesetzten Weinbrenner-Saal sprach Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche vor 800 Zuhörern über das autonome Fahren der Zukunft.

Insgesamt erfährt die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH als Veranstalterin Unterstützung von sechs Partnern: DECHEMA – Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie, DGM – Deutsche Gesellschaft für Materialkunde, E-MRS – European Materials Research Society, EPS – European Physical Society, EuCheMS – European Association for Chemical and Molecular Science und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als Mitveranstalter.

Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK): „Ideen verbinden – die Grundidee unseres Unternehmens hat auch entscheidend das Konzept des EST-Kongresses geprägt. Eine Veranstaltung, die in dieser Form bisher einzigartig ist. Das Thema Energie wurde hier interdisziplinär betrachtet. Referiert haben sowohl Wissenschaftler und Forscher als auch Ingenieure und Unternehmer. Ein gelungener Beitrag der KMK zum 300-jährigen Stadtgeburtstag von Karlsruhe. Wir haben die Stadt drei Tage lang zum Weltmittelpunkt der Energieforschung gemacht. Über die positive Resonanz des ersten EST-Kongresses freue ich mich sehr.“

Professor Holger Hanselka, Präsident des KIT und Gesamtvorsitzender des EST: „Hier wurde Energie breit gedacht, um den gesellschaftlichen Herausforderungen weltweit gerecht zu werden und praktikable Lösungen anzustoßen. Und auf der EST konnten verschiedene Disziplinen wie etwa Werkstoffforschung und Informationstechnik in die Energiediskussion eingebunden werden.“

Prof. Dr.-Ing. Detlef Löhe, Vizepräsident für Forschung und Information des KIT: „Das KIT-Zentrum Energie, Partner des EST 2015, ist eines der größten Energieforschungszentren in Europa. Hier gelingt, durch die Einbeziehung technischer und naturwissenschaftlicher, aber auch wirtschafts-, geistes-, sozial- und rechtswissenschaftlicher Kompetenzen eine ganzheitliche Betrachtung des Energiekreislaufes, vor allem auch unter Einbeziehung gesellschaftlicher Aspekte. Aus Sicht des KIT ist der Systemgedanke einschließlich der hierfür erforderlichen Netze und Speicher der Schlüssel zum Erfolg. Deshalb spezialisiert sich das KIT auf Erneuerbare Energien, die Energieeffizienz und Energiesysteme, -speicher und -netze.“

Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister Karlsruhe: „Bei der Betrachtung der 300 jährigen Geschichte Karlsruhes ist uns bewusst geworden, dass eine der großen Stärken Karlsruhes immer darin bestand, dass man nicht in einer Tradition verfangen war, sondern dass man immer davon profitiert hat, dass Menschen aus aller Herren Länder mit neuen Ideen in diese Region kamen und hier neue Ideen weiterentwickelten.“ Als Beispiele nannte Mentrup u.a. den Automobil-Erfinder Carl Benz und Heinrich Hertz, Entdecker der elektromagnetischen Wellen.

Die Schirmherrschaft für die Konferenz hatte der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, übernommen. Der Kongress decke praktisch alle Themen des Energieforschungsprogramms ab, führte Dr. Georg Menzen, Referatsleiter im Referat für Energieforschung des BMWi in Vertretung von Bundesminister Gabriel aus. Dem aktuellen Bundesbericht Energieforschung sei zu entnehmen, dass die Bundesregierung im vergangenen Jahr 819 Millionen Euro für die Erforschung moderner Energietechnologien ausgegeben habe, mehr als eine Verdopplung seit 2006. Weitere Steigerungen seien angekündigt.

Der Kongress überzeugt mit über 180 Vorträgen von Spitzenkräften aus Forschung und Wirtschaft

Auf dem Programm standen über 180 Vorträge von Spitzenkräften aus Forschung und Wirtschaft. Die Qualität des Kongresses überzeugte die Teilnehmer: Rund 90 Prozent sind mit ihrem Besuch sehr zufrieden. Das größte Interesse weckte der Themenbereich Systeme, Speicher & Netze (66% interessierten sich dafür), gefolgt von Erneuerbare Energien (60%) und Energieeffizienz (37%).

Neben den Referaten in einzelnen Sessions fokussierten drei große Plenarvorträge das Thema Energie aus unterschiedlichen Perspektiven: Über Innovationen aus dem Bereich der Wirtschaft sprachen Dr. Jean-Francois Minster (Senior Vice President bei TOTAL, Titel: „Technologische Impulsgeber für die Transformation des Energiemixes“) und Bernard Salha (Direktor für Forschung und Entwicklung, EDF): „Ein Schlüssel zur Entwicklung von innovativen Lösungen besteht darin, Wissenschaftler, Start-Ups, kleine und mittlere Unternehmen sowie Versorgungsunternehmen zusammenzubringen. In Deutschland ist EIFER ein Musterbeispiel für eine derartige erfolgreiche Zusammenarbeit. Seit 2001 beweist diese gemeinsame Forschungseinrichtung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der EDF die ausgezeichnete deutsch-französische Zusammenarbeit bei der Vorbereitung zukünftiger Energiesysteme.”

Einen Blick auf die Möglichkeiten des globalen Klimaschutzes warf Prof. Dr. Thomas Bruckner (Direktor des IIRM, Universität Leipzig, Abteilungsleiter am Fraunhofer MOEZ und koordinierender Leitautor im IPCC): „Wenn die Menschheit ihr selbstgestecktes Ziel – die Veränderung der globalen Mitteltemperatur auf zwei Grad zu begrenzen – einhalten möchte, ist zwar schnelles Handeln nötig; die dafür erforderlichen Technologien sind verfügbar. Erheblicher Forschungsbedarf besteht allerdings im Hinblick auf die Steigerung ihrer Effizienz und in Bezug auf die erforderliche Reduktion der Kosten ihres Einsatzes.“

Öffentlicher Vortrag von Daimler-Vorstand Zetsche über die Zukunft des Automobils

Der EST-Kongress – nicht nur eine Veranstaltung für Experten: Anlässlich Karlsruhes 300. Stadtgeburtstag konnten die beiden Veranstalter KMK und KIT den Vorsitzenden des Vorstands der Daimler AG, Dr. Dieter Zetsche, für einen öffentlichen Vortrag gewinnen. Unter dem Titel „Neue Energie: Die zweite Erfindung des Automobils“ sprach Zetsche vor 800 Zuhörern im vollbesetzten Weinbrenner-Saal. Hier einige Originalzitate aus seiner Rede:

„Hocheffiziente Verbrennungsmotoren werden noch auf lange Sicht einen wesentlichen Beitrag zur Senkung von CO2-Emissionen leisten. Und sie verdienen das Geld, mit dem wir die alternativen Antriebe entwickeln.“
 „Auch wenn ich keinen konkreten Tag X vorhersagen kann, eines kann ich versprechen: Wir tragen unseren Teil dazu bei, dass das Fahren ohne Emissionen eher früher als später kommt.“

„Die deutsche Wirtschaft hat in den vergangenen vier Jahren rund 17 Milliarden Euro in die Weiterentwicklung der E-Mobilität investiert. 17 Serienmodelle deutscher Automobilhersteller wurden bis Ende 2014 bereits eingeführt. Bis Ende dieses Jahres werden es 29 sein.“

„Ich war zwar nie ein großer Fan von Science Fiction; ich fand Science ohne Fiction schon immer spannender. Und doch finde ich es bemerkenswert: Wenn Hollywood die Zukunft zeigt, dann fast nie ohne Autos, sondern meist mit absolut faszinierenden Autos. Zu Recht: Das Auto der Zukunft wird nicht nur emissionsfrei und bei Bedarf fahrerlos sein, sondern auch absolut faszinierend.“

EST 2015 - Kongress mit internationaler Strahlkraft

Rund 32 Prozent der EST-Teilnehmer kamen aus dem Ausland – der größte Anteil davon reiste aus europäischen Nationen an (rund 59%), gefolgt von Teilnehmern aus Asien (28%). Insgesamt waren Teilnehmer aus 35 Ländern vertreten.

Nach erfolgreichem Auftakt – Veranstalter denken über eine Wiederholung des EST nach

Dr. Karl-Friedrich Ziegahn, Bereichsleiter „Natürliche und gebaute Umwelt“ am KIT resümiert: „Das ganze Spektrum der Energiewelt wurde in einer Breite dargestellt, die für eine Tagung außergewöhnlich ist. Redner und Aussteller beleuchteten das Thema sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus technologischer Sicht. Ein hoher Anteil reiste aus dem Ausland an, darunter viele hochkarätige Wissenschaftler und Spitzenkräfte aus der Wirtschaft – ein Zeichen für die große Strahlkraft und Bedeutung der Veranstaltung. Aufgrund des Erfolgs der Veranstaltung wollen wir mit unseren Partnern über eine Wiederholung der Veranstaltung sprechen.“

Ausstellerstimmen:

Dr.-Ing. Hans Hubschneider, Vorsitzender fokus.energie e.V., Karlsruhe: „Unsere Erwartungen haben sich erfüllt. Wir konnten hier auf dem Kongress unser Netzwerk sichtbar machen und uns mit unseren Partnern - sprich Unternehmer, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Start Ups und Studenten – präsentieren.“

Michele Zahner, R&D Engineer, greenTEG, Zürich: „Der Kongress bietet eine spannende Mischung aus Forschung und angewandten Projekten. Wir sind im Bereich Sensorik tätig und konnten hier viele Kontakte zu potentiellen neuen Kunden sowohl aus der Gebäudetechnik als auch aus Wissenschaft und Forschung knüpfen. Wir würden wieder auf die Veranstaltung kommen.“

Dr. Thomas Schubert und Peter von Czarnecki, Hersteller von Spezialchemikalien und Nanomaterialien, iolitec, Heilbronn: „Wir haben hier nicht nur ausgestellt, sondern auch Vorträge über Batterien, Brennstoffzellen und Wasserstoffherstellung besucht. Die Referate waren sehr attraktiv und wir konnten hier auch Forschungskontakte knüpfen und pflegen und bekamen Anregungen für neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit.“

Dr.-Ing. Dipl.-Phys. Thomas Reichert, Umweltsimulation, Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT: „Wir sind zufrieden mit der Resonanz. Wir hatten gute Kontakte an unserem Stand und während der Poster-Session. Vor allem für unseren Solar-Luft-Kollektor, der Sonnenenergie in Warmluft umwandelt, die dann zur Getreidetrocknung verwendet werden kann, interessierten sich viele. Einige davon waren Investoren, die unsere Anwendung, die sehr kostengünstig ist, für Drittweltländer nachfragten.“      

Weitere Informationen


Kontakt

Beate Maisch

Beate Maisch

Pressereferentin
T +49 721 3720-2307
F +49 721 3720-99-2307
E beate.maisch@messe-karlsruhe.de

 

Veranstaltungskalender

Finden Sie gleich hier Ihre nächste Veranstaltung der Messe Karlsruhe!

November 2018
MoDiMiDoFrSaSo
5
1213141516
1920
28

Social Web

Besuchen Sie die Messe Karlsruhe auf Twitter, facebook oder bei Youtube.

Messe Karlsruhe bei Twitter
Messe Karlsruhe bei facebook
Messe Karlsruhe bei YouTube