REHAB 2015 - Intensiver Austausch und innovative Projekte

26.05.2014


Forum REHABinklusiv stellt erfolgreiche Inklusionsprojekte vor

REHAB 2015 - Intensiver Austausch und innovative Projekte

Eine stärkere Bündelung von Themen und eine Plattform für erfolgreiche Inklusion verspricht die REHAB – 18. Internationale Fachmesse für Rehabilitation, Therapie und Prävention – in ihrer Neuauflage, die vom 23. - 25. April 2015 in Karlsruhe stattfindet. Rund 25.000 Besucher und 500 Aussteller werden in den ebenerdigen und barrierefreien Karlsruher Messehallen erwartet. In einem Pressegespräch zum Thema Inklusion stellte die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH erste Neuigkeiten der kommenden Fachmesse vor.

Auf dem Podium in der inklusiven KiTa der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung  tauschten sich Tobias David, Geschäftsführer der Reha-Südwest für Behinderte gGmbH, die Physiotherapeutin Jutta Retzer, Vorsitzende der Kommission Kinder- und Jugendsport im Fachbereich Rollstuhlbasketball des Deutschen Rollstuhlsportverbandes, Friederike Mönninghoff, Vertreterin des REHAB-Ausstellers Rehavista GmbH, Anne-Sophie Perrin, eine betroffene Schülerin und Britta Wirtz, die Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) über Inklusion aus unterschiedlichen Perspektiven aus. 

Um die Umsetzung von Inklusion zu unterstützen, plant die KMK in Kooperation mit der Lebenshilfe, Reha-Südwest sowie weiteren Partnern das Forum REHABinklusiv im Rahmen der REHAB 2015. Auf dieser Plattform haben Organisationen, Institutionen, Vereine und Unternehmen die Möglichkeit, einer breiten Öffentlichkeit ihre erfolgreich umgesetzten Inklusionsprojekte zu präsentieren. So soll eine lebendige Diskussion zwischen Betroffenen, Angehörigen,  Hilfsmittelherstellern, Fachhändlern, Therapeuten,  Kostenträgern sowie Pädagogen entstehen. Das Forum beleuchtet das Thema Inklusion in Verbindung mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Handlungsfeldern, von der Förderung und Betreuung im Kleinkindalter, über Schule, Ausbildung und Beruf, kulturelle, politische und religiöse Teilhabe bis hin zum Sport. 

Anne-Sophie Perrin leidet unter einer Sprachbeeinträchtigung und besucht die sechste Klasse einer Förderschule in Rheinland-Pfalz. Sie berichtete aus ihrem Alltag. Gerade Kommunikationsbehinderungen wirken sich stark auf die Entwicklungsmöglichkeiten und die Teilhabe im Alltag aus. Das Kommunikationsgerät der Firma Rehavista aus Bremen ermöglicht ihr sich mitzuteilen und am normalen Leben leichter teilzuhaben. Als Hilfsmittelvertrieb kümmert sich das Unternehmen um die Hilfsmittelversorgung von Kindern und Erwachsenen. Friederike Mönninghoff beleuchtete die Herangehensweise der Rehavista GmbH, die Menschen wie Anne-Sophie dabei unterstützt, ein individuell angemessenes Kommunikationsgerät zu finden. 

Britta Wirtz, Geschäftsführerin der KMK, berichtete erfreut von der Übernahme der Schirmherrschaft durch Verena Bentele, der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. „Für Menschen mit Einschränkungen und ihre Angehörigen sowie für ihre fachlichen und therapeutischen Begleiter ist die REHAB seit 35 Jahren eine feste Größe. Für die Betroffenen ist es daher ein besonderes Signal, dass Verena Bentele auch ihre persönliche Anwesenheit zugesagt hat“, so die Messechefin.  Sie informierte die Anwesenden und online zugeschalteten Journalisten über neue Aspekte auf der kommenden REHAB. Schwerpunktthemen wie  Mobilitäts- und Alltagshilfen, Aktiv-Reha, Kinder- und Jugendrehabilitation, Freizeit, Reisen und Sport, behindertengerechter Fahrzeugumbau sowie das barrierefreie Bauen und Wohnen werden künftig auf Marktplätzen thematisch gebündelt zu finden sein, in deren Zentrum Fachvorträge, Sonderschauen und Mitmachaktionen angeboten werden. 

Die Entwicklung hin zu einer stärker individuellen und selbstbestimmten Lebensplanung unterstützt das gemeinnützige Unternehmen Reha-Südwest mit zahlreichen Angeboten. Geschäftsführer Tobias David erläuterte die Inklusionsarbeit von Reha-Südwest und zeigte sich überzeugt: „Veränderungen im Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung können nur bewirkt werden, wenn positive Beispiele in unterschiedlichen Lebensbereichen eine Bewusstseinsänderung bei allen Beteiligten einleiten.“

Die Vorsitzende der Kommission Kinder- und Jugendsport im Fachbereich Rollstuhlbasketball im Deutschen Rollstuhlsportverband, Jutta Retzer, berichtete von ihren Erfahrungen der Umsetzung von Inklusion im Sport sowie aus ihrer Sicht als Physiotherapeutin im Förder- und Regelschulbetrieb..

Das Pressegespräch fand in der KiTa der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung statt. Hier werden 20 von 75 Plätzen an die inklusive Betreuung von Kindern mit geistigen, körperlichen oder mehrfachen Behinderungen vergeben. Gastgeber Norbert van Eickels betonte, dass die Kita bewusst nicht als inklusive KiTa sondern als KiTa für alle bezeichnet wird. „Es geht um den individuellen Blick auf die Kinder, um den Respekt und die Wertschätzung aller Kinder und um die Anerkennung, dass Vielfalt einfach selbstverständlich ist.“

Christiana Hennemann, Moderatorin der Veranstaltung, subsumierte das Gespräch mit den Worten: „Wir haben heute mutmachende Beispiele gehört. Auf der REHAB können kommunikative Prozesse angestoßen werden, weil hier Menschen zusammenkommen, die Inklusion als Herausforderung und Chance erkannt haben.“ 

Die REHAB Karlsruhe bietet vom 23. - 25. April 2015 die einzigartige Chance, Menschen mit den unterschiedlichsten Bezügen zur Inklusion direkt zu vernetzen und damit das Thema weiter in die Gesellschaft zu tragen und dort zu verankern. 

Weitere Informationen finden Sie unter www.rehab-karlsruhe.de. Hier finden Sie auch eine Videoaufzeichnung der Online-Pressekonferenz.


Kontakt

Franziska Mayländer

Franziska Mayländer

Press Officer
T +49 721 3720-2307
F +49 721 3720-99-2307
E franziska.maylaender@kmkg.de

 

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